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Notfallkoffer Trennung

| Familienrecht

Nach deutschem Recht kann ein Ehepaar die Scheidung erwirken, wenn die Ehe gescheitert ist und die Eheleute mindestens ein Jahr lang getrennt voneinander gelebt haben. In einigen internationalen Fällen kann diese Wartezeit durch die Anwendung ausländischen Rechts deutlich verkürzt werden.

Getrenntleben ist definiert als "Auseinanderleben" - das bedeutet in der Regel das Leben in getrennten Haushalten. Eine längere Abwesenheit des Partners aus beruflichen Gründen oder getrennte Urlaube stellen keine Trennung im Sinne des deutschen Rechts dar. Ein Getrenntleben im gleichen Haus oder in der gleichen Wohnung ist möglich, wenn die Eheleute in getrennten Betten schlafen und z. B. Mahlzeiten und gesellschaftliche Verabredungen nicht teilen.

Die Trennung erfordert eine klare Erklärung gegenüber dem Ehepartner, dass man nicht mehr mit ihm zusammenleben will.

Im deutschen Recht ist das Datum der Trennung sehr wichtig. Allerdings ist er oft schwer zu beweisen, da es sich um ein Ereignis des innersten Familienlebens handelt. Dies ist besonders problematisch, wenn die Eheleute während der Trennung in der gleichen Wohnung gelebt haben. Daher sollten sie die Situation klären, zum Beispiel durch eine schriftliche Vereinbarung über den Zeitpunkt der Trennung.

Die Trennung löst eine Reihe von Rechtsansprüchen zwischen den Eheleuten aus. Unterhalt kann Unterschiede im Einkommen ausgleichen. Es entstehen Ansprüche auf die weitere Nutzung der ehelichen Wohnung und des Hausrats. Darüber hinaus löst die Trennung auch verschiedene Ansprüche auf Auskunftserteilung über Einkommen und Vermögen aus. Die Trennung hat auch einkommensteuerrechtliche Konsequenzen: Ab dem Jahr, das auf das Jahr der Trennung folgt, können sich die Eheleute sich nicht mehr gemeinsam zur Einkommensteuer anmelden und sollten dann ab dem Folgejahr in die Lohnsteuerklasse I oder II wechseln.

Um auf finanzielle Auseinandersetzungen, die sich aus der Trennung ergeben, vorbereitet zu sein, ist es notwendig, möglichst viel über die finanziellen Verhältnisse des Ehepartners zu wissen. Es ist daher zu empfehlen, vorsorglich Informationen und Unterlagen zu sichern, auf die man nach einer Trennung möglicherweise keinen Zugriff mehr hat. Man sollte sich so viele Informationen wie möglich über Bankkonten, Kontostände, Lebensversicherungen, Aktienbestände, Beteiligungen, Investitionen in Immobilienfonds und ähnliches des Ehepartners beschaffen - natürlich im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten.

Wegen der hohen emotionalen Belastung, die mit einer Trennung verbunden ist, raten wir, so früh wie möglich mit professioneller Hilfe zu klären, ob eine einvernehmliche Lösung über die Folgen möglich ist.

WHL Kanzlei für Familien- und Erbrecht

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Mitglied des Deutschen Familiengerichtstags e.V.